Memoranden der Christlichen Krankenkasse zu den Wahlen vom 7. Juni 2009
Memorandum zu den Gemeinschafts- und Regionalwahlen
Die auf Gemeinschafts- und Regionalebene betriebene Sozialpolitik betrifft die Mitglieder unserer Krankenkasse direkt, aber insbesondere diejenigen, die sich wegen fortgeschrittenen Alters, Gesundheitsproblemen oder Behinderung, geringer Einkünfte oder sozialen Ausschlusses in einer prekären Lage befinden. Die CKK ist sich der Tatsache bewusst, dass die vor allem die in der nichtkommerziellen Wirtschaft und im Vereinswesen tätigen Organisationen in unserem Land sehr weit verbreitet sind, aber sie stellt auch fest, dass es noch viel zu tun gibt, um eine Antwort auf neue Bedürfnisse zu finden. Diese Bestrebungen zeigen, dass unsere soziale und wirtschaftliche Entwicklung viel stärker auf solche von allen ausreichend finanzierten Dienstleistungen ausgerichtet werden sollten, wobei dem allgemeinen Wohlbefinden und der Solidarität der Vorrang einzuräumen ist.
Memorandum für die Wahlen auf der Ebene der Deutschsprachigen Gemeinschaft Region Memorandum für die Wahlen auf der Ebene der Wallonischen Region (in Französisch) Zehn Fragen der Christlichen Krankenkasse zu den Prioritäten an die vier großen Parteien
Die Verlängerung der Lebensdauer und der Einzug der Baby-Boom-Generation in die älteren Bevölkerungsschichten wird zur Ausweitung der Beschäftigung in diesem Bereich führen. Wir wünschen uns, dass diese Beschäftigung aus fachmännischer Sicht auch die nötige Qualität bietet.
Die Förderung der Gesundheit und die Prävention sind aber immer noch die Stiefkinder der Gesundheitspolitik. Wir müssen mehr investieren und einen systematischeren Ansatz finden, sowohl in der Gesundheitspolitik als auch in den anderen Bereichen der Gemeinschafts- und Regionalpolitik. Auf diese Weise lassen die Ungerechtigkeiten im Gesundheitswesen sich verringern.
Memorandum für die Europawahlen
Europa ist ein weit entferntes Konzept. Europa ist hier und jetzt und sein Einfluss nimmt ständig zu. Auch wenn Europa nicht für die Gestaltung und die Finanzierung unseres Gesundheitssystems zuständig ist, spielen seine Einrichtungen trotzdem eine wichtige Rolle für die Gesundheitspolitik der Staaten.
In vielfacher Hinsicht bedeutet Europa ein echter Mehrwert für die Gesundheit und die gesundheitliche Versorgung. Wenn es allerdings auf eine einseitige und kaum relativierte Anwendung des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs und des Wettbewerbsrechts ausgerichtet bleibt, kann es auch eine Gefahr für unser Sozial- und Gesundheitsmodell werden. Die Beschlüsse, die getroffen wurden und noch getroffen werden, sind von entscheidender Bedeutung.
Die Christliche Krankenkasse (CKK) setzt sich für mehr Demokratie in Europa ein. Sie ist der Ansicht, dass das Parlament gestärkt werden muss und die Politik der Kommission mit einem kritischen Auge beobachtet.
Die Christliche Krankenkasse ist überzeugt, dass ein Europa, das diesen Namen verdient, alles daransetzen muss, einen starken Einfluss auf die bürgerliche Gesellschaft, die Entscheidungen und deren Auswertung zu nehmen.
Sie zählt auf ein Europa, dass eine pro-aktive Haltung einnimmt, um die sozialen, kulturellen und nichtkommerziellen pädagogischen Initiativen weiterhin zu erhalten und die von der Zivilgesellschaft ausgehenden Dienstleistungen von allgemeinem Interesse zu schützen. Aus diesem Grund spricht die Christliche Krankenkasse sich auch für eine breitere europäische Rahmenrichtlinie für die Dienstleistungen der Daseinsvorsorge aus
