Die Narkose (Anästhesie)
Heutzutage kann man sich kaum eine Behandlung und einen chirurgischen Eingriff ohne Narkose mehr vorstellen. Diese Technik ist im Laufe der Zeit eine eigenständige ärztliche Disziplin geworden.
Une anesthésie est un acte technique qui vise à obtenir l’insensibilité du patient aux douleurs provoquées par les actes chirurgicaux ou médicaux (tels que, par exemple, une exploration diagnostique à l’intérieur du corps du patient).
Eine Narkose ist eine technische Leistung, durch welche der Patient unempfindlich gegen die Schmerzen gemacht wird, die im Laufe eines chirurgischen Eingriffs oder einer Behandlung entstehen können (wie zum Beispiel bei einer innerlichen Untersuchung zur Erstellung einer Diagnose).
Das Prinzip der Narkose ist immer das gleiche. Die Schmerzbotschaft geht von Rezeptoren aus, die sich vor allem in der Haut befinden, dann über Reiznerven an das Rückenmark und das Gehirn weitergeleitet wird. Durch die Narkose wird die Reizübertragung unterbrochen. Es gibt allerdings mehrere Arten der Narkose:
Verfahren
Für eine Vollnarkose werden die Medikamente – Betäubungsmittel – über eine Injektion in die Blutbahn gebracht oder – heute seltener – über eine Gesichtsmaske eingeatmet. Diese Mittel führen sehr rasch zu einem künstlichen Schlafzustand, der nichts mit dem natürlichen Schlaf zu tun hat.
In Belgien darf nur ein Facharzt für Anästhesie und Reanimation eine Narkose verabreichen. Er spielt eine lebenswichtige Rolle im gesamten Verlauf der Operation. Regelmäßig lässt er weitere Analgetika einfließen oder einatmen, indem er die Gesichtsmaske wechselt. Aber er muss gleichzeitig auch die lebenswichtigen Funktionen des Körpers überwachen und unterstützen. Heutzutage helfen ihm dabei Überwachungsgeräte, die immer präziser arbeiten. Er kann also ständig Puls, Herzrhythmus, Blutdruck, Sauerstoffgehalt des Bluts (Oxymetrie) und zahlreiche andere Atmungskonstanten messen.
Bei einer örtlichen Betäubung werden die Analgetika direkt in die Nähe des Nervs oder des Rückenmarks gespritzt, um einen Teil des Körpers zu lähmen. Es gibt Verfahren zur Betäubung eines Fußes, eines Beins, eines Arms… Je nach betäubter Zone trägt das Verfahren eine andere Bezeichnung. Man spricht zum Beispiel von Rückenmarkanästhesie, wenn die unteren Gliedmaßen betäubt werden.
Dank dieser Überwachung kann der Arzt während des Eingriffs unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit des Patienten treffen und ständig die Narkose den Bedürfnissen des Chirurgen und des Patienten anpassen.
Nach dem Eingriff hat der Narkosearzt auch den Vorgang des Aufwachens oder besser gesagt der Rückkehr zum Bewusstsein zu beobachten. Er achtet darauf, dass dieser Vorgang sich möglichst gut für den Patienten abspielt, der sich dann noch in einer Nachsorgeeinrichtung befindet, die allgemein als Aufwachzimmer bezeichnet wird. Der Patient kehrt nach und nach wieder zum Bewusstsein zurück. Wie lange das dauert, hängt stark vom Alter, Gewicht und von der Funktionsweise bestimmter Organe, wie Herz, Lungen und Nieren ab. Aus diesem Grund ist die im Aufwachzimmer verbrachte Zeit unterschiedlich. Das kann bis zu mehreren Stunden dauern. Lange im Aufwachzimmer zu bleiben bedeutet aber nicht unbedingt, dass es Komplikationen gegeben hat. Es geht einzig und allein um die Sicherheit des Patienten. Sobald Ihr Zustand stabil ist, werden Sie ins Zimmer überführt.
Bei örtlicher Betäubung oder Betäubung bestimmter Körperzonen erfolgt die Rückkehr zum Normalzustand außerhalb des Aufwachzimmers. Auch dieser Vorgang vollzieht sich allmählich und kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. In bestimmten Phasen kann der Patient bereits seine Gliedmaßen bewegen, fühlt aber noch nichts. Aber auch wenn Sie bereits wieder gehen können, bedeutet das nicht, dass Sie jetzt wieder ihre gewohnte Kraft besitzen. Sie sollten lieber eine Pflegerin bitten, Sie zu stützen, wenn ein Bein oder ein Arm betäubt wurde.
Vorsichtsmaßnahmen
Vor dem Eingriff erstellt der Narkosearzt eine Gesundheitsbilanz. Diese Untersuchung vor der Anästhesie ist wichtig, da sie eventuell mit dem Eingriff verbundene Risiken ermittelt, damit die Operation ohne Sicherheitsrisiko durchgeführt werden kann. Es ist also wichtig, alle Fragen des Arztes ehrlich zu beantworten und auch das geringste eingenommene Medikament oder die kleinste bekannte Allergie mitzuteilen. Dieses vorherige Gespräch bietet Ihnen auch Gelegenheit, mit dem Arzt über das Verfahren und die Vorbereitung der Operation zu reden und ihm alle möglichen Fragen zu stellen.
Aus Gründen der Sicherheit und der Annehmlichkeit wird der Anästhesist Sie darum bitten, mehrere Stunden vor der Operation nüchtern zu bleiben, d.h. weder essen noch trinken. Ihr Magen muss vor dem Eingriff leer sein, um die Inhalierung von Essensresten zu vermeiden. Auch bei der Frage der täglichen Arzneimittel geht es um die Sicherheit des Patienten: Der Narkosearzt befindet darüber, ob der Patient die Medikamente weiter nehmen darf oder die übliche Behandlung unterbrechen muss.
Um Ihnen die Angst vor der Operation zu nehmen, wird der Narkosearzt Ihnen möglicherweise vorab ein Mittel verordnen: Er wird Ihnen ein Medikament verabreichen, das Sie auf die Narkose und den eigentlichen Eingriff vorbereitet.
Nachteile?
Im Verlauf einer Narkose kann der Patient unter Umständen auf bestimmte Produkte allergisch reagieren. Einige Menschen sind allergisch auf Antibiotika, Infusionsflüssigkeiten usw., die während der Operation verabreicht werden. Es kommt zu Nesselfieber, Asthmaanfällen oder Blutdruckabfall.
Florence Coutellier, 19. Februar 2004 (1) Zurzeit wird die Zahl der tödlich verlaufenden Narkosen auf 1 zu 13000 geschätzt (Stand Oktober 2003, American Society of Anesthesiologists, ausgehend von weltweiten Statistiken der letzten 20 Jahre).
Stunden nach der Operation kann es zu Übelkeit oder Brechreiz kommen. Diese Reaktion geht auf Angstzustände oder auf die eingesetzten Mittel zurück. Allerdings gibt es Medikamente, die die Häufigkeit dieser Nachteile verhindern
Möglicherweise ist nach einer Vollnarkose die Stimme etwas belegt. Dies ist auf die Intubation zurückzuführen: Einführung eines Schlauchs durch den Mund zur Sicherung der Sauerstoffzufuhr in die Lungen. Aber auch die Narkose selbst führt zum Austrocknen der Mund- und Rachenhöhle.
Und schließlich kann eine Anästhesie einen starken Ermüdungszustand auslösen, der zu Aufmerksamkeitsstörungen führt. Während Narkotika nur kurze Zeit wirken, hält die Wirkung der Beruhigungsmittel und der Medikamente zur Vorbereitung der Anästhesie länger an. Setzen Sie sich also während 24 Stunden nach einer Narkose nicht hinter das Steuer eines Autos und verrichten Sie keine gefährliche Arbeit.
