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Die Sonographie

Die Sonographie ist eine diagnostische Untersuchung mit Hilfe von Ultraschallwellen. Diese schmerz- und nebenwirkungsfreie Untersuchung wird für weiche Gewebe eingesetzt.

Bei der Sonographie kommen Ultraschallwellen zum Einsatz, d.h. Tonvibrationen, die über 20 000 Hertz liegen und für das menschliche Ohr nicht hörbar sind (1). Eine Sonographie wird mit Hilfe eines Geräts durchgeführt, das Hochfrequenz-Töne erzeugt (Ultraschall), und an einen Sender/Empfänger angeschlossen ist. Das Innenleben des Geräts ist ein Computer, der die von der Sonde aufgefangenen Informationen verarbeitet. Die Hochfrequenz-Töne werden von dem Gerät auf die Sonde übertragen, die der Arzt über die Haut oder in den zu untersuchenden Körperteil führt. Der Schall wird von der Luft und von den Knochen aufgehalten, kann sich aber frei in Flüssigkeit verbreiten und durchdringt ebenso einfach die mit Flüssigkeit gefüllten inneren Organe sowie die Weichteile. Die so erfassten Informationen ergeben ein anatomisches Schnittbild, das die Organe erkenntlich macht.
Die Sonographie bietet zahlreiche Vorteile. Sie ist leicht durchzuführen, schmerzfrei, und vor allem kann Sie beliebig wiederholt werden. Im Gegensatz zur Röntgenaufnahme geht von ihr keine schädliche Strahlung aus.

Wozu dient eine Sonographie?

Die Sonographie wird eingesetzt, um weiche Gewebe zu untersuchen. Diese erscheinen nämlich deutlich auf dem Ultraschallbild in einem helleren Ton, im Gegensatz zu den knöchernen Strukturen, die die Töne nicht durchlassen und deshalb auf dem Bild nur schwach sichtbar sind.

Diese Technik wird vielfältig eingesetzt, u. a. zur Untersuchung des Bauches. Dabei werden Anomalien der Leber, der Blase, der Gallenwege, der Nieren, der Milz, der Bauchspeicheldrüse… aufgespürt 
Diese bildgebende Technik wird in der Medizin auch eingesetzt, um die Beckenregion, den Unterleib zu untersuchen. Dank der endorektalen Sonographie (mit Hilfe eine besonders geformten Sonde, die in den Darmausgang eingeführt wird), ist es möglich, die Prostata sichtbar zu machen und die Krankheiten sichtbar zu machen, die diese befallen können. Mit einer suprapubischen Untersuchung (durch Anlegen der Sonde oberhalb des Schambeins) lässt sich eine Schwangerschaft verfolgen (siehe Artikel weiter unten). Wenn sie mit einer endovaginalen Sonographie ergänzt wird (mit Hilfe einer besonderen Sonde, die sich in die Scheide einführen lässt), kann der Uterus untersucht werden, es lassen sich Fibrome feststellen, und der Eierstock kann auf Zysten untersucht werden. Gleichzeitig kann auch die Form der Blase ermittelt werden.
Zu den durchgeführten Untersuchungen gehören auch die Sonographie der Schilddrüse, der Muskeln und Sehnen sowie des Herzens. Neben der Doppler-Sonographie zur Messung der Geschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen (2) wird die Herzsonographie eingesetzt, um das Herz, die Herzkammern und die Klappen zu beobachten, aber auch um eventuelle Missbildungen festzustellen.
Diese Technik wird auch eingesetzt, um die Struktur der Brust zu untersuchen. Die Mammasonographie oder der Brustultraschall liefert zusätzliche Informationen über die Art der Auffälligkeiten, die bei der Mammographie zutage getreten sind (3)

Auch wenn der Nutzen der Sonographie außer Zweifel steht, so bleibt sie dennoch eine schwierige Untersuchung, die viel Erfahrung und eine gute Kenntnis der Technik voraussetzen. Die Aufgabe ist im Wesentlichen deshalb so komplex für den Arzt, weil es sich um eine dynamische Untersuchung handelt. Die Sonde bewegt sich ständig und die Gewebe ist ebenfalls beweglich und komprimierbar. Das Bild und die Deutung des Bildes können sich von einer Sekunde zur anderen ändern, … und von einem Arzt zum anderen. Bei der Untersuchung muss der Arzt zu einem bestimmten Zeitpunkt das Bild anhalten, um seine Diagnose zu dokumentieren. diese Bilder sind allerdings nur partielle Momentaufnahmen der sich bewegenden Organe und stellen vor allem nur einen kleinen Teil der Untersuchung dar. Aussagekräftig sind sie demnach nur für den Arzt, der die Untersuchung durchgeführt hat.

Wie verläuft eine Sonographie?

Die Untersuchung ist unterschiedlich je nach Art der durchgeführten Sonographie. Bei einer Untersuchung des Herzens oder des Bauchs, liegt der Patient auf dem Rücken. Für die Schilddrüse wird der Kopf nach hinten gelegt, damit der Hals schön freiliegt. Bei einer Prostatauntersuchung liegt der Patient auf der linken Seite, Hüften und Knie gebeugt, als ob er mit angezogenen Beinen schliefe. Für eine endovaginale Sonographie muss die Patienten sich so setzen, wie bei einer frauenärztlichen Untersuchung (Knie gebeugt und gespreizt, Füße aufgestützt).

Wenn die Sonographie von außen durchgeführt wird, bestreicht der neben dem Patienten sitzende Arzt die zu untersuchenden Zonen mit einem Gel (das sich kalt anfühlen kann). Dieses Gel lässt die Ultraschallwellen besser in den Körper eindringen, ohne dass diese von der Luft aufgehalten werden. Wenn es sich um eine interne Sonographie handelt, ob endorektal oder endovaginal, wird eine Schutzhülle mit sterilem Kontaktgel über die Sonde gezogen, bevor sie eingeführt wird.
Der Arzt setzt die Sonde auf die zu untersuchende Zone auf und bewegt sie. Das Bild der sich bewegenden Organe wird auf ein Videogerät übertragen. Von Zeit zu Zeit fixiert der Arzt das Bild, um es auf einem Film oder auf Papier festzuhalten oder Maßnahmen durchzuführen. Manchmal kommentiert und interpretiert er die Bilder in Gegenwart des Patienten. Die Untersuchung dauert einige Minuten, kann aber auch mehr als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen, je nach Größe und Anzahl der zu untersuchende Organe. Sobald die Sonographie zu Ende ist, können Sie das Gel mit einem Saugtuch abwischen. Dann händigt er in der Regel den Bericht und einige Bilder aus, die er während des Vorgangs festgehalten hat und die die wichtigsten Feststellungen dokumentieren.

Muss der Patient sich vorbereiten?

Einige Sonographien erfordern keine besondere Vorbereitung. Das gilt für die Herz-, Schilddrüsen oder Muskeluntersuchung. Bei anderen sind einige Maßnahmen zu treffen. Für die endorektale und suprapubische Untersuchung muss der Patient drei Viertelstunden vorher einen halben Liter Wasser trinken, damit die Blase gefüllt ist. Wenn die Verdauungsorgane untersucht werden sollen, müssen Sie nüchtern zur Untersuchung kommen, die Prostatauntersuchung erfordert einen vorherigen Einlauf. Bei keiner dieser Untersuchungen ist eine Narkose erforderlich. Auch wenn die inneren Untersuchungen etwas unangenehm sein können, sind sie aber völlig schmerzfrei. 

Florence Coutellier, 5. September 2002

(1) Das menschliche Gehör geht in der Regel von 30-50 Hz bis 15 000 Hz.
(2) Die Doppler-Sonographie ist eine Ultraschalluntersuchung zur Messung der Geschwindigkeit des Blutflusses durch die Gefäße.
(3) Lesen Sie auch den Artikel zur Mammographie.


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