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Die Mammographie

Die Mammographie ist die Grunduntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. 

Brustkrebs ist heute einer der am meisten verbreiteten Krebsarten. Eine Frau von elf ist von dieser Krankheit betroffen! (1) Die Vorbeugung von Brustkrebs ist inzwischen eine der Hauptsorgen der Gesundheitsbehörden geworden und diese haben aus der Früherkennung ein vordringliches Anliegen gemacht. Regelmäßig werden Kampagnen durchgeführt, damit Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre an dem kostenlosen Screening teilnehmen und eine Mammographie, die Grunduntersuchung zur Beobachtung und Früherkennung von Brustkrebs, durchführen lassen.

Woraus besteht diese Untersuchung?

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung, die von einem Radiologen (Röntgenfacharzt) durchgeführt wird. Dazu wird ein spezielles Röntgengerät verwendet, den Mammographen. Dieser arbeitet mit sehr niedrigen Röntgendosen. Die Röntgenuntersuchung kann ohne Gefahr für den Organismus wiederholt werden.
Um die Aufnahmen durchzuführen, wird der Arzt oder der Assistent Sie bitten, den Oberkörper freizumachen. Die Untersuchung wird stehend durchgeführt. Die Brüste werden zwischen eine Röntgenröhre und einen Röntgenfilm gelegt und mit einer Kompressionsplatte vorsichtig gedrückt.
Die Mammographie ist nicht schmerzhaft, nur etwas unangenehm wegen des Drucks auf die Brust. Dieser Druck ist allerdings unverzichtbar, denn je stärker die Brüste zusammengedrückt werden, desto leichter ist es, eventuelle Auffälligkeiten zu erkennen.

Ab wann und für wen?

Es gibt zwei Arten von Mammographie. Die diagnostische Mammographie wird durchgeführt, wenn eine Patientin, ganz gleich wie alt sie ist, Beschwerden hat: Knoten, Spannung der Brusthaut oder der Haut um die Brust, Vertiefung, Grübchen oder Beule, Zusammenziehen der Brustwarze, Ausfluss, Ekzem oder Rötung. Der Röntgenfacharzt entscheidet von Fall zu Fall, wie viele Aufnahmen er machen muss und ob zusätzliche Untersuchungen erforderlich sind.
Die Früherkennung wird bei allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren durchgeführt, auch wenn sie keinerlei Beschwerden haben. sie findet im Rahmen der Screening-Programme statt. Bei Frauen zwischen 30 und 35 Jahren, deren Mutter oder Schwester von einem Mammakarzinom befallen waren, und bei denen ein familiär bedingtes erhöhtes Brustkrebsrisiko vorliegt, kann der Arzt eine Mammographie anordnen.
Mit Ausnahme der letzten Kategorie richten die Sreening-Programme sich also eher an Frauen im reiferen Alter. Weshalb? Statistisch treten drei von vier Brustkrebsfällen nach dem Alter von 50 Jahren auf. Darüber hinaus haben junge Brüste viel mehr Drüsen, was die Lektüre der Aufnahmen erschwert, denn es ist nicht einfach, die Drüsen von eventuellen Auffälligkeiten zu unterscheiden. Die Mammographien sind also nicht so gut geeignet für die Brustuntersuchungen bei Jugendlichen oder jungen Frauen.
Die vorbeugende Mammographie wird nach einem Standardverfahren durchgeführt. Die Zahl der Aufnahmen ist festgelegt. Es werden hochwertige Geräte eingesetzt, bei denen täglich eine technische Überwachung durchgeführt wird. Trotz ihrer häufigen Anwendung bleibt die Mammographie eine schwierige Untersuchung für den Arzt, der die Aufnahmen richtig deuten muss. Bei der präventiven Mammographie kommt es nämlich darauf an, auch die kleinste Auffälligkeit zu entdecken. Manchmal geht es dabei um Gewebe von weniger als einem Millimeter. Deshalb wird nichts dem Zufall überlassen. Nach einer ersten Prüfung werden die Aufnahmen nochmals von einer anderen Bezugseinrichtung für Brustkrebsvorbeugung auf Provinzebene gegengeprüft, um eine korrekte Diagnose sicherzustellen (2).
Wegen dieser Doppelprüfung erfordert die Auswertung Zeit. Mit dem Ergebnis ist nicht vor drei Wochen zu rechnen. Wenn die Mammographie allerdings aus diagnostischen Gründen durchgeführt wird, geht es schneller. In diesen Fällen liegt manchmal sogar noch am gleichen Tag ein Ergebnis vor. Einige Tageskliniken, in denen zusätzliche Untersuchungen, wie Biopsien, d.h. Punktieren zur Gewebeentnahme, durchgeführt werden, bieten sogar Analyseergebnisse am gleichen Tag an.

Was ist zu unternehmen?

Ab 50 sollten Sie regelmäßig Mammographien durchführen lassen. Ihr Haus- oder Frauenarzt kann eine Untersuchung verordnen, die dann gewöhnlich im Krankenhaus durchgeführt wird. Sollten Sie nicht darüber geredet haben, erhalten Sie ohnehin von der Deutschsprachigen Gemeinschaft eine Einladung - die auch gleichzeitig als Verordnung gilt - mit der Sie sich in einem anerkannten Zentrum für die Durchführung einer Mammographie melden können (3).
Anschließend werden Sie alle zwei Jahre vorgeladen. Bei der geringsten Auffälligkeit sprechen Sie mit dem Arzt. Eine Untersuchung kann ohne weiteres auf ärztliche Anordnung vorverlegt werden.

Florence Coutellier, 17. Januar 2002

(1) Lesen Sie auch den Artikel über die Risikofaktoren für Brustkrebs.
(2) Die Gesundheitspolitik und die Früherkennung ist Aufgabe der Gemeinschaften. Die Deutschsprachige Gemeinschaft sorgt für Informationen in deutscher Sprache und erteilt Informationen über die anerkannten Stellen innerhalb der Provinz Lüttich.
(3) Die Liste der anerkannten Zentren ist auf der Internetseite der Generaldirektion Gesundheit der Französischen Gemeinschaft oder auf der Internetseite der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu finden. 


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