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Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

Eine Erkältung ist harmlos und verschwindet in der Regel von selbst. Manchmal kommt es jedoch zu Komplikationen. Die häufigsten Erscheinungen sind bakterielle Sekundärinfektionen der Atemwege, des Mittelohrs oder der Nasennebenhöhlen. Wenn es zu dieser Infektion kommt, ist die Rede von einer Nasennebenhöhlenentzündung oder auch Sinusitis genannt.

Die Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales) sind luftgefüllte Räume in den Gesichtsknochen, die mit der Nasenhöhle verbunden sind. Es gibt mehrere Arten von Nasennebenhöhlen, je nachdem, wo sie sich im Schädel befinden: Sinus maxillaris (Oberkieferhöhle, Nasennebenhöhle beiderseits im Oberkieferknochen), frontalis (Stirnbeinhöhle, Nasennebenhöhle oberhalb der Nasenwurzel), ethmoidalis (Siebbeinhöhle, hinter den Augen), sphenoidalis (Keilbeinhöhle vor den Ohren).

Wie die Nasenhöhle selbst sind die Nebenhöhlen mit Schleimhäuten überzogen, wie man sie insbesondere auch in den Atemwegen findet. Bei einer Erkältung – und zwangsläufig im Falle eines bakteriellen Infekts – produzieren die Schleimhäute mehr Schleim als gewöhnlich. Aus diesem Grund können die Flimmerhärchen der Nasenhöhle, deren Aufgabe es ist, Staub zurückzudrängen, ihre Arbeit nicht mehr richtig ausüben. Ergebnis: Schleimsekrete können sich in den Höhlen ansammeln und bilden die Brutstätte für die verschiedensten Bakterien. Die Nebenhöhlen füllen sich mit Eiter und es bilden sich Entzündungsherde.

Ein Erwachsener von 200

Eine einfache Erkältung führt bei einem Erwachsenen auf 200 zu einer Sinusitis. Kinder sind aus zwei Gründen weniger gefährdet. Zum einen läuft bei ihnen die Nase viel intensiver als bei Erwachsenen, zum anderen sind die Nebenhöhlen bei Kindern noch nicht so ausgereift. Bei Neugeborenen sind die Gesichtshöhlen kaum ausgebildet. Wenn es trotzdem zu einer Entzündung kommt, sind die Symptome nicht so deutlich und sie verschwindet von allein. Die Nasennebenhöhlen bilden sich wenn den endgültigen Zähnen. Im Alter von etwa zwölf Jahren ist dieser Prozess vollständig abgeschlossen. Die Höhlen haben dann die Erwachsenenreife.

Andere Gründe

Die Sinusitis ist nicht immer die Folge einer Erkältung. Sie kann sich auch aus der Ansammlung von Schleim ergeben, die zur Entzündung führt. Diese Ansammlung kann durch die Nasenpolypen, Allergien, Fremdkörper in der Nase, Tumore, Zahnabszesse, eine Verschiebung der Nasenwand, verschiedene erblich bedingte Krankheiten, eine Beeinträchtigung der Flimmerhärchen durch eine übermäßige Anwendung von Nasentropfen oder durch Tabakrauch hervorgerufen werden.

Symptome einer heftigen Sinusitis

Welche Beschwerden bei einer Sinusitis auftreten, hängt vom Ort der Entzündung ab. Es gibt leichte, starke oder schwere Nasennebenhöhlenentzündungen, chronische Nebenhöhlenentzündungen, die niemals aufhören wollen.
Wichtig ist die richtige und rechtzeitige Diagnose und Behandlung.

Une sinusite aiguë dure moins de quatre semaines et s’accompagne des symptômes suivants :

  • Ein dumpfer und klopfender Schmerz in den betroffenen Höhlen oder beim Kauen. Der mit Zahnschmerzen vergleichbare Schmerz kann sich bis zu den Ohren, den Augen oder den gesamten Kopf ausdehnen. Wenn der Kopf nach vorne geneigt wird, nimmt der bereits am Morgen spürbare Schmerz zu.
  • Die Nase ist verstopft. Das Nasensekret ist eiterartig gelb gefärbt und riecht manchmal unangenehm. Wenn die Symptome vierzehn Tage lang anhalten, kann es sich um eine Nasennebenhöhlenentzündung handeln.
  • Ein weiteres Anzeichen für eine Sinusitis kann Anstieg der Körpertemperatur auf über 38° C während mehr als 3 Tagen sein.
  • Der Rachen kann sich mit Schleim füllen, sodass ein trockener Reizhusten entsteht.
  • Wenn die Partie unterhalb der Augen, vor allem in den unteren Ecken, anschwillt, könnte es sich, vor allem bei Kindern, um eine Sinusitis handeln.

Je schlimmer die Entzündung ist, desto mehr Symptome treten auf, wie Fieber, schwacher Allgemeinzustand, Appetitmangel.

Wenn die Sinusitis chronisch wird

Eine chronische Sinusitis zeichnet sich durch eine irreversible Reizung der Nebenhöhlenschleimhäute aus, die mehr als sechs Monate anhält. 
Die Wahrscheinlichkeit, dass aus einer Erkältung eine chronische Sinusitis wird, ist zum Glück sehr unwahrscheinlich. Die richtige Behandlung im Falle einer akuten Erkrankung kann eine solche Entwicklung verhindern. 
Die Komplikationen einer chronischen Sinusitis, wie Blindheit, Meningitis, Thrombosen wegen Ausweitung der Entzündung, sind in unseren Tagen äußerst selten.

Die Behandlung

Wenn bei einer Erkältung die Beschwerden sich auf die Nasennebenhöhlen beschränken und keine anderen Symptome auftreten, können Sie versuchen, die Entzündung selbst in den Griff zu bekommen. Wichtig ist die ständige Entsorgung des Schleims. Schnäuzen Sie sich regelmäßig, dabei halten Sie jeweils ein Nasenloch zu, aber nicht forcieren. Die zeitlich begrenzte Verwendung (maximal 5 Tage lang) einer physiologischen Lösung oder von Nasentropfen, die zum Beispiel Xylometazolin oder Oxymetazolin (ausschließlich für Erwachsene), enthalten, kann helfen. Diese Nasentropfen verdünnen die Nasenschleimhäute, sodass sie besser abfließen können.

Ein anderes Mittel ist das Inhalieren heißer Dämpfe, auch wenn deren Wirkung nicht wissenschaftlich bestätigt ist. Sie können den Kopf über einen Topf mit heißem Wasser halten (ein Liter genügt) und die Dämpfe einatmen. Mit einem Handtuch über dem Kopf können Sie einen geschlossenen Raum bilden. Beigaben sind nicht erforderlich. Die Wirksamkeit solcher schleimlösenden Produkte ist nicht nachgewiesen und sie könnten sogar irritierend oder schädigend wirken. Für Kinder unter fünf Jahren ist das Inhalieren nicht empfehlenswert, denn ihre empfindlichen Schleimhäute könnten Verbrennungen davontragen. 

Der Schmerz kann zum Beispiel mit einem Paracetamol gelindert werden. Es gibt auch spezielle Arzneimittel für Erkältungen, aber für solche Mittel sollten Sie erst den Arzt oder Apotheker um Rat bitten.
Wenn keine Besserung eintritt, gehen Sie zum Arzt. Die Behandlung hängt von der schwere der Sekundärinfektionen ab. Zwei Drittel der Patienten sind nach spätestens zehn Tagen wieder gesund. Fast alle schaffen es innerhalb von vier Wochen. Und noch ein wichtiger Hinweis: Rauchen verzögert den Heilungsprozess. Nicht nur aus diesem Grund ist vom Rauchen abzuraten.
 
Dr. Michael Callens – Dieser Artikel wurde in der französischsprachigen Krankenkassenzeitschrift En Marche vom 5. April 2007 veröffentlicht.


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